Entropie u. Wirtschaft

Entropie und Leben

F: Es ist lächerlich, das Entropiegesetz auf die Wirtschaft anzuwenden (ein Einwand, der häufig von Naturwissenschaftlern vorgebracht wird). Was hat dieser Begriff Entropie mit der Beanspruchung und Verschlechterung der Umwelt zu tun? Besteht etwa die Gefahr, dass uns die Abwärme den Garaus macht, die bei allen technischen Prozessen entsteht? Oder: Wie groß ist die Entropievermehrung, wenn ein hochgiftiges Gas wie Sarin in die Umwelt entlassen wird?

A: Sie ist überhaupt nicht messbar, und die Abwärme, die bei allen technischen (ebenso wie bei allen Lebens-)Prozessen entsteht, kann im ungünstigen Fall Probleme in einem Fluss verursachen, mit dessen Waser ein Kraftwerk gekühlt wird – für die Erdatmosphäre ist sie völlig unbedeutend und wird, von Wettersystemen transportiert, völlig unproblematisch in den Weltraum abgestrahlts. (s. Photonenmühle).

Wenn also davon gesprochen wird, dass durch die Abgabe von Giften in die Umwelt die Entropie vermehrt wird, ist das strenggenommen nicht korrekt. Für die Entropievermehrung im physikalischen Sinn bewegen sich solche solche Emissionen in einer vernachlässigbaren Größenordnung. Entropievermehrung findet allerdings in einem indirekten Sinn statt, nämlich dadurch, dass z.B. Schwermetalle wie Blei oder Titan auch in geringen Mengen die Fähigkeiten von natürlichen Systemen, Potentiale niedriger Entropie zu schaffen, beeinträchtigen oder zerstören (s. Lebenserhaltungssysteme).


 
 
 
 
 
 
AUSSTIEG AUS DEM CRASH